Weite ...

Landschaft

Weiter Blick

Ich stehe auf dem Hügel und lasse den Blick in die Ferne schweifen. Das Grasland geht in einen lichten Kiefernwald über, der sich über die nächste Erhebung zieht. Dahinter folgt eine Hügelkette, dahinter noch eine, und noch eine; schön gestaffelt in der Höhe. Ganz zuhinterst am Horizont lässt sich im Dunst des Morgens die Alpenkette erahnen - ein zerklüftetes Bergmassiv wie ein Sperrriegel; weichgezeichnet durch die Entfernung seiner Grimmigkeit beraubt.

Über mir spannt sich ein weiter, blauer Himmel. Zwei Greifvögel ziehen hoch oben ihre Kreise, direkt neben der Sonne. Der Wind pustet ein paar dekorative Schönwetter-Wölkchen vor sich her. Fortwährend ändert sich ihre Gestalt. Der Drache wird zum Kamel, der Hexenbesen zur Geburtstagstorte. Einzig der Wolkenfisch scheint seine Form mehr oder weniger behalten zu können, auch wenn er zunehmend pummeliger wirkt.

Innere Öffnung

Weite ...
Der Tunnelblick öffnet sich und macht einem kindlichen Staunen Platz. All die Gedanken, die beim Aufstieg noch unablässig um die kleinen, grossen Alltagsthemen gekreist sind, verpuffen zu Nichts, angesichts des Raumes, der sich plötzlich und unerwartet vor mir aufgetan hat. Die äussere Unbegrenztheit scheint auch den inneren Raum zu öffnen; veranlasst diesen dazu, die enge Begrenzung des Gehirns zu überwinden und in Resonanz zu treten mit etwas Grösserem, Höherem - eine schöpferische Kraft, die im Innersten eine Resonanz erzeugt, und etwas zum Anklingen bringt, das schon viel zu lange unberührt in den Zellen geschlummert hat. Wie eine Erinnerung aus ferner Vergangenheit.

Schlagartig wird man sich wieder der äusseren Dimensionen bewusst, gleich dem Erwachen aus einem Traum. Und wie unbedeutend eigentlich die zuvor noch übermächtig wirkenden Sorgen und Gedanken plötzlich erscheinen! Natürlich sind die Alltagsprobleme damit nicht gelöst oder gar verschwunden. Aber der Spielraum erweitert sich. Wenn der Blick nicht länger ängstlich auf das innere Karussell gerichtet ist, sondern auf den Leitstern am Himmel, ändert sich die gesamte Wahrnehmung. Die innere Enge, die zuvor als absolute Wahrheit empfunden wurde, relativiert sich sogleich angesichts der Weite des Horizontes.

Fantasie

Die Lebensgeister regen sich und eine kindliche Entdeckerfreude erwacht. Wie mag es wohl hinter dem nächsten Hügel aussehen? Wie hinter dem Übernächsten? Was wäre, wenn man ein langes Brett von hier bis auf die höchste Bergspitze legen würde und einfach mutig darauf zu ginge? Das wäre nicht mal besonders steil. Und trotzdem käme man irgendwann auf dem Gipfel an, etwas Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Man würde sogar die Welt von oben sehen, wie die kreisenden Greifvögel, die noch immer schwerelos am Himmel ihre Runden drehen.


Weite ...
Stille für den Geist, Balsam für die Seele, Inspiration für das inneres Kind oder die Würze unserer Träume?
Finde es heraus! :-)

Innere Weite

Weite ist nicht nur ein äusseres Phänomen, sondern kann direkt auch im Inneren erfahren werden.
Verbinde dich dazu mit deinen Herz-Chakra und nehme die Weite deines Herzraumes wahr. Ohne etwas verändern zu wollen, einfach nur wahrnehmen, was ist. Und spüre, was dabei passiert.

Grosse, weite Welt

Um auch von Zuhause aus etwas von der grossen, weiten Welt zu sehen, bietet sich zum Beispiel MapCrunch an. Dort wirst du an einen zufällig ausgewählten Ort versetzt und kannst so eine ganz neue Umgebung kennenlernen. Interaktiv 360°. Mit "Go" kommst du an einen neuen Ort. Bei den Optionen kannst du verschiedene Länder auswählen.