Vom Schatten ins Licht
"Gut" oder "nicht schlecht"?
Wie geht es dir jetzt gerade? Spürst du die Leichtigkeit des Seins oder fühlt sich das Leben eher wie ein zäher Kampf an? Bist du in einer positiven Grundstimmung, neutral oder sogar im negativen Bereich?
Szenenwechsel. Wer schon längere Zeit an sich und seinen Themen arbeitet, erreicht irgendwann mal den Punkt, wo die grössten Baustellen bereinigt sind. Das Leben fühlt sich nicht länger negativ an, sondern halbwegs neutral. Aber irgendwie schafft man es mit diesen Methoden nicht in den positiven Bereich hinein, wo das Leben zu fliessen beginn, wo es Spass macht und alles mit Leichtigkeit von der Hand geht. Vielleicht hast du diese Erfahrung auch schon gemacht.
Woran das liegt und wie du es tatsächlich in den positiven Bereich schaffst, davon handelt dieser Artikel.
Skala
Stell dir eine Skala vor: negativ ganz links, über neutral in der Mitte zu positiv auf der rechten Seite.
Auf der linken Seite, im negativen Bereich geht es einem wirklich schlecht. Das können gesundheitliche Probleme sein, Traumata, Beziehungskonflikte, oder was auch immer.
Entsprechend wird man alles unternehmen, um diesem Zustand zu entkommen. Man geht zum Arzt, beginnt eine Therapie, liest Ratgeberbücher, usw. Der ganze Fokus ist darauf gerichtet, diesen negativen Zustand loszuwerden. Wenn man Erfolg hat, landet man damit im neutralen Bereich, aber noch nicht im Positiven.
Ein Blick auf die Dynamik zeigt wieso. Im negativen Bereich haben wir es mit einer ungerichteten Kraft zu tun, die "weg von etwas" strebt. Egal wohin! Hauptsache weg von dem was wir nicht wollen! Damit landen wir aber nicht automatisch im Glück, sondern irgendwo. Meistens wissen wir in diesem Zustand auch gar nicht so genau, was wir tatsächlich wollen, sondern nur, was wir NICHT wollen.
Dafür beinhaltet diese Kraft aber einen starken Anfangsimpuls, der uns ins Handeln bringt.
Im positiven Bereich hingegen wirkt eine andere Kraft. Wir haben ein Ziel vor Augen, das uns anzieht. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir dort hin gelangen. Das ist eine Kraft "hin zu etwas".
Anpassen der Strategie
Auf dem Entwicklungsweg vom negativen zum positiven Bereich braucht es also irgendwo auf halbem Weg einen Strategiewechsel. Die abstossende Energie zu Beginn ist sehr hilfreich, um überhaupt in Bewegung zu kommen. Aber irgendwann musst du deinen Fokus nach vorne richten und dir überlegen, wohin du tatsächlich gelangen willst.
Ein konkretes Ziel vor Augen zu haben ist das eine. Sich die Erlaubnis dazu zu geben das andere!
Leider sind die meisten von uns im Laufe unseres Lebens so konditioniert worden, dass wir uns nur im negativen Bereich aufzuhalten wagen. Unbewusst glauben wir, dass uns all das Glück und die Kraft gar nicht zustehen! Also wird sich unsere Unterbewusstes weigern, diesen Bereich zu betreten! Das ist wie ein bewachtes Tor, durch das wir nicht so ohne weiteres hindurch kommen.
Entscheidung!
Um das Tor zu passieren, braucht eine Entscheidung! Die Entscheidung, dass es dir gut gehen darf!
Das hört sich banal an, ist aber ganz zentral. Denn ohne diesen Passierschein kommst du nicht am Torwächter vorbei!
Sprich einmal die folgenden Sätze laut aus: " Mir geht es gut! Mir darf es gut gehen!"
Wie fühlt sich das an?
Wenn du hier einen Widerstand spürst, lohnt es sich, als nächstes genau an diesem Thema zu arbeiten. Denn so lange du nicht aus vollem Herzen "JA!" sagen kannst, dass es dir gut gehen darf, ist alles andere vergebliche Liebesmüh! An dieser Entscheidung kommst du nicht vorbei!
Daran arbeiten
Die gute Nachricht ist, dass dieser alte Glaubenssatz nicht schwieriger aufzulösen ist als alles andere, was du bereits bis jetzt auf deinem Weg geschafft hast. Diese alten Muster lassen sich in einer Meditation klären, mit EFT, Somatic Experiencing, Methoden aus der Traumatherapie, Logosynthese, usw. Oder auch mit einfachem Nachdenken, indem du dich bewusst für den positiven Weg entscheidest und erkennst, dass dieses alte Dogma hinterfragt und revidiert werden kann.
Wichtig: Es geht auch hier nicht darum, den limitierenden Glaubenssatz "wegzumachen", sondern in dir das ehrliche Gefühl aufzubauen, dass dir das Glück und ein gutes Leben in Leichtigkeit und im Fluss zusteht!
Dabei kann es auch nicht schaden, diesen Entschluss regelmässig wieder zu bekräftigen, um den negativen Konditionierungen aus dem Alltag, denen wir permanent ausgesetzt sind, etwas entgegenzusetzen.
Wie du diesen Prozess mit passenden Affirmationen unterstützen kannst, erkläre ich dir gern im nächsten Artikel.
Dir darf es gut gehen!
Dass wir nicht in unsere volle Kraft und Grösse kommen, hat seine Wurzeln oft in der Kindheit. Von uns wurde ein braves und angepasstes Verhalten erwartet. Auch in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Gesellschaft; immer wird von uns erwartet, dass wir in unserem kleinen Kästchen Platz nehmen.
Dieses gedeckelte Selbstbild, dass wir schön brav unten bleiben müssen und nicht in unsere volle Kraft kommen dürfen, hat sich im Laufe der Zeit zu einer Art Dogma verdichtet, das nicht mehr hinterfragt wird. Dieses Programm läuft seither ständig im Unterbewusstsein und vereitelt jeden Versuch, in den vermeintlich "gefährlichen", positiven Bereich zu kommen.
Aber wenn du das mal hinterfragst: Wer sagt denn ganz konkret, dass es dir nicht gut gehen darf? Wollten deine Eltern tatsächlich, dass du ein Leben lang den Kopf einziehst, oder war das vielleicht nur eine temporäre Erziehungsmassnahme? Wieso sollten andere Menschen das Geburtsrecht haben, in ihre Kraft zu kommen und du nicht? Wer sagt, dass die Autoritäten, die dich auf deinen Platz verweisen wollen, tatsächlich Recht haben?
Indem du dieses Dogma kritisch hinterfragst, kommst du der Wahrheit auf die Spur. Und dir wirst erkennen, dass du ein wunderbarer, wertvoller Mensch bist, dem ein glückliches Leben im Licht zusteht! Einfach weil du BIST!