Sein, mit dem was ist!

Engel aus gebranntem Ton

Aufruhr

Der Lärm ist gerade ohrenbetäubend! Jeder, der etwas auf sich hält, brüllt sich heiser beim Versuch, seine Meinung der ganzen Welt zu verkünden! Befürworter wie Gegner schenken sich nichts bei der Interpretation von ein und denselben Fakten, und kommen dabei - wen erstaunts - zu diametral unterschiedlichen Schlüssen. Die Dynamik steigt im gleichen Ausmass, wie die Toleranz sinkt. Und fast scheint es, als ob man sich zwischen zwei Welten entscheiden müsse, die immer weniger miteinander zu tun haben und in atemberaubendem Tempo auseinander driften.

Während die einen verbissen am bisherigen Gesellschaftsmodell festhalten wollen, verkünden die anderen den Beginn eines neuen Zeitalters. Kein Stein soll dabei mehr auf dem anderen bleiben.

Was ist die Motivation?

Interessanterweise sind beide Ansätze nicht sehr "erleuchtet". Während die einen in der Vergangenheit leben, träumen die anderen von einer gloriosen Zukunft.
Beiden gemeinsam ist, dass sie nicht in der Gegenwart leben wollen! Man will nicht mit dem sein, was gerade ist!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Es ist nichts Falsch daran, seinen inneren Kompass auf eine bessere, gerechtere Welt auszurichten und danach zu handeln. Entscheidend ist dabei aber das Verhältnis zur Gegenwart. Wenn man die gegenwärtige Situation unbedingt weg haben will und durch etwas Besseres ersetzt haben möchte, wird man das Glück wahrscheinlich nicht finden. Zum einen weil der so rosig ausgedachte Zustand in dieser reinen Form nie eintreten wird, und zum anderen weil man die Erfüllung seines Glückes von äusseren Umständen abhängig macht und erst noch weit in die Zukunft verschiebt.

Mit dem sein, was ist

Inneren Frieden gibt es nur im Jetzt! Was müsste also geschehen, um mit dem jetzigen Zustand Frieden zu schliessen?

Am Wichtigsten ist es, innerlich zur Ruhe zu kommen und seine Mitte wieder zu spüren. Im Zentrum des Wirbelsturms ist es still! Dann weitet sich der Blick und anstelle des holzschnittartigen Schwarz-Weiss Bildes werden wieder feinere Nuancen sichtbar.

Wie würde es sich anfühlen, einfach einen Moment stehen zu bleiben?! Wie ein Fels in der Brandung - sich von den Wellen umspülen lassen. Damit SEIN, dass es gerade stürmt. Damit SEIN aber auch, dass es stürmen DARF!

In diesem Moment hat man den so lange gesuchten Frieden gefunden.

Vertrauensübung

Hier findest du eine Übung, die hilft, die Selbstliebe zu stärken, Kontrolle abzugeben und dem Leben zu vertrauen.
So einfach diese Übung klingt, sie hat es in sich! Damit gibst du ein Stückweit deine Kontrolle auf und erlaubst deinem Körper und deinem Leben, dir auf Augenhöhe zu begegnen. Du brauchst nicht länger alles im Griff zu haben, sondern kannst erleben, wie es sich anfühlt, vom Leben getragen zu werden.

Spüre vor jedem Schritt gut in dich hinein, wie weit du gehen willst. Du bist für dich selbst verantwortlich! Es können durchaus Widerstände und Ängste getriggert werden, speziell zu Beginn in Bezug auf die Themen Loslassen, Vertrauen und Kontrolle abgeben!
Mach dir keine Gedanken darüber, wie die Beschreibung genau zu verstehen ist und wie die Begriffe zu definieren sind. Das sind nur Worte für etwas eigentlich Unbeschreibbares. Die Übung funktioniert trotzdem.

Nimm dir genügend Zeit und versuche mit allen Sinnen zu spüren, wie du dich vertrauensvoll und ganz langsam hineinsinken lässt; wie in ein kuscheliges, weiches Nest. Gehe nur so weit, wie es sich für dich angenehm anfühlt.

1a. Erlaube dir, dich in deinen Körper zu entspannen.
1b. Erlaube deinem Körper, sich auch in dich zu entspannen.

2a. Erlaub dir, dich in dein Leben zu entspannen.
2b. Erlaube deinem Leben, sich auch in dich zu entspannen.

3a. Erlaube dir, dich in dein Schicksal zu entspannen.
3b. Erlaube deinem Schicksal, sich auch in dich zu entspannen.

4a. Erlaube dir, dich in die Liebe zu entspannen.
4b. Erlaube der Liebe, sich auch in dich zu entspannen.

5a. Erlaube dir, dich in das Göttliche zu entspannen.
5b. Erlaube dem Göttlichen, sich auch in dich zu entspannen.