TUN und SEIN
Ziele erreichen
TUN und SEIN stehen in einem interessanten Verhältnis zueinander. Meistens tun wir etwas, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sei es dass wir eine Weiterbildung anfangen, um auf unserer Karriereleiter einen Sprosse emporzuklettern, uns einer strikten Diät unterwerfen um, ein paar Pfund abzunehmen oder einen Marathon laufen, um uns auch als Ü50er zu beweisen, dass wir noch längst keinen Ferrari brauchen, um sportlich zu wirken.
Stets geht es darum, etwas zu TUN, um etwas zu erreichen, das wir dann zu SEIN glauben.
SEIN wer wir sind
Wir können uns aber auch entscheiden, direkt einfach zu SEIN, wer wir sind! Denn bei Lichte betrachtet, gibt es nichts, was wir TUN könnten, um unserem wahren Selbst etwas hinzuzufügen. Wir SIND bereits vollständige Wesen! All die schönen Titel und Attribute, die wir uns erwerben, sind nicht das, was uns im Kern ausmachen, sondern im besten Fall nützlicher Zierrat, den wir spätestens beim Tod wieder ablegen.
Kinder hingegen SIND einfach! Ohne wenn und aber. Ein Schmetterling IST einfach! Sobald wir aber aufwachsen, glauben wir plötzlich, dass wir ständig etwas TUN müssten, um seine Existenz zu rechtfertigen.
Wenn wir uns stattdessen wieder die Erlaubnis geben, aus unserem Innersten heraus zu leben, aus unserem SO SEIN wie wir eben sind, mit all unseren Stärken und Schwächen, dann kommen wir wieder in unsere Kraft und es eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten!
Vier verschiedene Motivationen
TUN aus dem SEIN heraus und SEIN aus dem TUN - "Leidenschaft" und "Flow"! In beiden Fällen fliesst der Impuls aus einem Zustand der Fülle. Während das eingangs beschriebene Muster: TUN um zu SEIN stets einem Mangelbewusstsein entspringt.
SEIN um zu TUN als vierte Möglichkeit hat zwei Bedeutungen. Entweder beschreibt es den traurigen Zustand des Verbiegens, den wir alle zur Genüge kennen. Oder aber es zeigt die bedingungslose Hingabe für seine Bestimmung. Mutter Theresa oder Albert Schweitzer haben in diesem Sinne für ihr Werk gelebt. Sie haben nicht ihr SEIN aus dem TUN abgeleitet, sondern sie WAREN ihr TUN!
Zwei Seiten einer Medaille
SEIN und TUN gehören zusammen wie Yin und Yang, weiblich und männlich. Die archetypische Kraft des Mystikers auf der einen Seite und die des Magiers auf der anderen. Der eine lässt die Energie aus allen Richtungen einströmen, während der andere die Kraft gebündelt auf ein Ziel lenkt.
Nur SEIN allein führt zum Stillstand und nur TUN zum Burnout!
Wenn hingegen beide Aspekte in einer guten Balance sind und unser TUN aus der richtigen Motivation heraus erfolgt, kann das ein wichtiger Schlüssel zu einem glücklichen, erfüllten Leben werden.
TUN und SEIN
Zwei einfache Fragen, die es aber in sich haben:
Wer bist du wirklich?
Warum tust du, was du tust?